Vorbilder im Ehrenamt ausgezeichnet


„Wir sind wahnsinnig stolz darauf, was Sie alles leisten“ – dieses Lob kam aus dem Munde von Knut Kircher, Ehrenamtsbeauftragter des Württembergischen Fußballverbands (WFV) und früherer Bundesliga-Referee. Er war zur  zentralen Ehrenamtsveranstaltung des Fußballbezirks Riß am Donnerstag in die Mehrzweckhalle im Achstetter Teilort Stetten gekommen, um Frauen und Männer auszuzeichnen, die sich mit außergewöhnlichem Einsatz ins Ehrenamt eingebracht hatten. Siegfried Kühner, Ehrenamtsbeauftragter des Bezirks, hatte die Veranstaltung organisiert; auch Bezirksvorsitzender Alois Hummler, mit dem Kühner die Bewerbungen ausgewertet hatte, ehrte die Sieger.

Den WFV-Ehrenamtspreis für Vereine sicherte sich in diesem Jahr die TSG Achstetten. Vor allem ihr Bauprojekt, die „TSG-Arena“, und Visionen für die Vereinsarbeit hätten dazu geführt, sagte Kircher. Das Projekt habe viel Arbeit und Geld beansprucht, blickte TSG-Vorsitzender Gerd Rothenbacher zurück. Er überreichte je einen TSG-Schal an Kircher, Kühner und Hummler. Die TSG darf sich über Ausrüstungsgegenstände im Wert von 2500 Euro freuen. Ein Wochenende für 18 Personen in einem Hotel am Bodensee ging an den FC Blau-Weiß Bellamont auf Rang zwei; er hatte den Ehrenamtspreis bereits zweimal gewonnen. Auf Rang drei landete der FV Rot/Laupheim, der Sportartikel im Wert von 500 Euro sowie sechs Fußbälle erhielt. Trostpreise gingen an den FV Biberach, den SV Eberhardzell und den SV Ingoldingen-Muttensweiler-Steinhausen.

Ein „Vorbild in Sachen Ehrenamt“ sei Josef Gleinser vom SV Muttensweiler, der zum Bezirkssieger bei der DFB-Aktion „Junge Fußballhelden“ für Schaffer im Alter zwischen 18 und 30 Jahren gekürt wurde. In jungen Jahren hat der aktive Kicker bereits mehrere Ämter bei seinem Heimatverein bekleidet:  Trainer, Jugendleiter und dann auch noch Vorsitzender. Als Lohn darf er sich auf eine fünftägige Bildungsreise an die Costa Brava begeben. Ebenfalls über die Maßen engagiert in ihren Vereinen sind Marina Mohr vom FC Blau-Weiß Bellamont und Oliver Popp beim TSV Warthausen, denen jeweils ein Trostpreis zuteil wurde.

Auf Rang eins beim DFB-Ehrenamtspreis schaffte es in diesem Jahr Vili Nevescanin vom FV Biberach. Er ist unter anderem als Jugendtrainer aktiv, sein kurzes Intermezzo beim SSV Biberach habe ihm der FV längst verziehen, schrieb der Verein in seinem Antragstext. Nevescanin darf nun ein Wochenende bei der SG Sonnenhof Großaspach verbringen, wahrscheinlich verknüpft mit einem Besuch des Zweitliga-Gipfels VfB Stuttgart gegen Hamburger SV, kündigte Kircher an. Jeweils eine DFB-Uhr überreichte er Franz Nothelfer von der SG Mettenberg, Alfred Schuhmacher vom SV Mietingen, Dieter Schön vom SV Tannheim und Theo Hertenberger vom TSV Warthausen.

Mahnende Worte gab Siegfried Kühner den Vereinsvertretern in seinem Schlusswort mit auf den Weg: „Der Jugendfußball verkauft sich zu billig“, sagte er. Und: Die Vereine sollten mehr in die Jugend und nicht so viel in die Aktiven stecken. Das sei perspektivisch besser, denn auch zweite Mannschaften und Reserven bräuchten Fußballer. Achstettens Bürgermeister Kai Feneberg hatte die Gemeinde und ihre drei Sportvereine (TSG, SF Bronnen und SC Stetten) vorgestellt und ebenfalls den ehrenamtlichen Einsatz gewürdigt. Der Musikverein Achstetten sorgte für den feierlichen Rahmen der Veranstaltung, auch die Bewirtung übernahm der Verein.